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Der Verdeckungsmord als doppeltmotivierter Handlungsakt

Ein Beitrag zur Abgrenzung des Verdeckungsmordes vom Verdeckungstotschlag

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Joachim Groth

Die Abgrenzung des Verdeckungsmordes vom Verdeckungstotschlag zählt zu den umstrittensten Problemfeldern der heutigen Strafrechtsdogmatik. Zahlreiche Entscheidungen des Bundesgerichtshofes in den letzten Jahrzehnten belegen dies und vermitteln einen Eindruck von der Vielzahl der verwendeten Kriterien zur Lösung des Problems. Die vorliegende Arbeit eröffnet einen Zugang zu der Struktur des Verdeckungstatbestandes, indem sie auf der Grundlage einer historisch begründeten Notwendigkeit seiner Korrektur und der Systematisierung der bisher vertretenen Abgrenzungskriterien das «Motiv» der Verdeckungsabsicht in den Vordergrund stellt. Hierbei wird die Frage aufgeworfen, ob dieses zentrale Bindeglied einer Vor- und Folgetat als niedriger Beweggrund im Sinne der 1. Mordmerkmalsgruppe angesehen werden kann.
Aus dem Inhalt: Die geschichtliche Entwicklung des Verdeckungstatbestandes bis zu seiner Einführung in das Strafgesetzbuch im Jahre 1941 - Die bisher vertretenen Kriterien zur Abgrenzung des Verdeckungsmordes vom Verdeckungstotschlag - Das System der doppelten Motivprüfung.