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Lebens- und Arbeitsweise zweier südfranzösischer Kollektoren in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts in England

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Marianne Schmitz

Die vorliegende Arbeit behandelt eine entscheidende Phase der Papstfinanz, die Pontifikate Johannes' XXII. und Benedikts XII. Unter diesen Päpsten wurden durch Neuregelung des kirchlichen Abgabenwesens und Reorganisation der Finanzverwaltung die Einnahmen der Kurie erheblich vergrößert und Europa mit einem Netz organisierter Kollektorensprengel überzogen. Die Kollektoren, denen auch die Veranlagung zur Steuer, deren Eintreibung und die Überweisung der Beiträge an die Kurie oblag, wurden in der bisherigen Forschung modernen Steuerbeamten gleichgesetzt. Diese Arbeit korrigiert diese übliche Annahme anhand der verschiedenen Rechenschaftsberichte zweier repräsentativer Kollektoren in England, wobei sich zeigte, daß für eine effektive Vertretung der v.a. fiskalischen Interessen der Kurie die sozialen Verflechtungen des Kollektors von höchster Bedeutung sind.
Aus dem Inhalt: Prosopographische Untersuchungen zu den Kollektoren Rigaud d'Assier und Bernard de Sistre - Deren Amtsführung und Rechungslegung - Reservierung kurialer Einkünfte - Die fiskalische Situation der Kurie zu Beginn der Amtsführung beider Kollektoren.