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Die nachexilische JHWH-Gemeinde in Jerusalem

Ein Beitrag zu einer alttestamentlichen Ekklesiologie

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Stefan Stiegler

Nach der Krise des Babylonischen Exils konstituierte sich im 6./5. Jh. v. Chr. unter der Herrschaft der Perser in und um Jerusalem eine neue religiös-soziologische Gemeinschaft aus Rückkehrern und im Lande Verbliebenen: die nachexilische JHWH-Gemeinde. Diese Studie fragt unter ekklesiologischem Blickwinkel nach Wesen und Struktur jener Gemeinschaft, nach ihren Aufnahmebedingungen, ihrer Ausschlußpraxis und ihrer Leitungsstruktur. Dazu werden das reichhaltige Listenmaterial in Esra-Nehemia, einschlägige nachexilische Propheten- und Psalmtexte, sowie die verschiedenen Bezeichnungen für die JHWH-Gemeinde ( gola, qahal, 'am, jsrael, 'edah) untersucht. Dabei wird die herausragende Rolle der Entscheidung des einzelnen in dieser «theokratischen Demokratie», z.B. bei der Klärung der Mischehenfrage, besonders deutlich.
Aus dem Inhalt: Untersuchung der Listen in Esra-Nehemia - Exegetische Bemerkungen zu Jes 56,1-8 und Sach 2,5-9 - Die «JHWH-Fürchtigen» in den Psalmen - Die Bezeichnungen für die nachexilische JHWH-Gemeinde (gola, qahal,'am jsrael, 'edah) - Die Rolle der persönlichen Entscheidung - Wesen und Struktur der JHWH-Gemeinde als «theokratische Demokratie».