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Die Bedeutung des Wertesystems der Rhetorik für das deutsche Musikdenken im 18. und 19. Jahrhundert

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Andreas Liebert

In einem weitaus größeren Maß als bisher angenommen, hat die Rhetorik die Reflexionen zu musiksoziologischen, musikpsychologischen und musikästhetischen Problemen beeinflußt. Den bislang im Vordergrund stehenden Untersuchungen der Decoratio sollte ein Forschungsansatz an die Seite gestellt werden, der die Rhetorik insgesamt als «Wertesystem» begreift, um sie damit für die Musikwissenschaft wieder interessant zu machen. In zahlreichen Quellen konnte in rhetorischer Tradition stehendes Gedankengut nachgewiesen werden; insofern versteht sich die Arbeit auch als Dokumentation. Es konnte gezeigt werden, daß unter den vielen, oft unterschiedlichen ästhetischen Positionen ein Consensus auszumachen ist, der die Rhetorik als Orientierungshilfe und Wertesystem für das Musikdenken ausweist.
Aus dem Inhalt: Arbeitsgänge - Innere und äußere Angemessenheit - Die drei Wirkungsfunktionen: Movere, Delectare, Docere - Topoi: «Si vis me flere», Kunstverbergung - Die Quellen von Forkels Rhetorik.