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B = Börse + Bordell- Franz Richard Behrens

Wortkunst, Konstruktivismus und das Verschwinden der Lyrik

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Michael Günther

Die erste Monographie über das Leben und Werk Franz Richard Behrens', «einer der bedeutendsten und ästhetisch radikalsten Dichter der ersten Jahrhunderthälfte» und, «so unglaublich wie symptomatisch, einer der am meisten mißachteten und vergessenen» (Gerhard Rühm). Behrens (1895-1977) publizierte seine Dichtungen 1916 bis 1925 hauptsächlich in Herwarth Waldens «Sturm» in Berlin. Aus der «Wortkunst» August Stramms un des «Sturm»-Kreises heraus entwickelte er neue, radikale Formen des Gedichtes, die den Gattungsbegriff 'Lyrik' aufhoben und einen literarischen Konstruktivismus begründeten. Behrens' Innovationen, z.B. seine Montageverfahren, die sich durch die Verbindung von schematischer Konstruktion und dem Spiel mit Zitaten und Sprachebenen auszeichnen, beeinflußten u.a. Kurt Schwitters und Otto Nebel und nahmen Entwicklungen nach 1945 vorweg, so Tendenzen der Konkreten Poesie.
Aus dem Inhalt: Biographie Franz Richard Behrens' - Dokumentation, Analyse und Interpretation seines Werks (Dichtungen, Briefe, Tagebücher, Zeitungsartikel) - Behrens' Poetologie und Filmästhetik - Literarische Konzeptionen des «Sturm»-Kreises - Konstruktivismusdefinition.