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Die Mauer im Kopf

Ehemalige Langzeitpatienten und ihre Betreuer berichten über das Leben nach der Anstalt

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Christine Block

Ausgrenzung ist ein Werkzeug der gesellschaftlichen Verdrängung und als solches nicht allein an die Existenz totaler Institutionen wie geschlossene psychiatrische Anstalten gebunden. Diese Studie - die Erforschung der Folgen der durch die bundesdeutsche Psychiatrie-Reform initiierte Auflösung der Langzeit-Klinik Kloster Blankenburg - spürt den Karrieren der Patienten nach, die teilweise mehrere Jahrzehnte hinter den Mauern verbrachten und heute in betreuten Wohngemeinschaften des Bremer Betreuungsvereins «Initiative» leben. So zeigt die Studie, die auf qualitativen Gruppeninterviews mit Betreuten und Betreuern basiert, exemplarisch beide Seiten der aufreibenden wie zu Optimismus Anlaß gebenden Praxis einer lokal umgesetzten Psychiatrie-Reform.
Aus dem Inhalt: Auflösung einer psychiatrischen Langzeitklinik - Glück und subjektive Lebenszufriedenheit - Subjektive Erlebensweisen von Betreuern und ehemaligen Langzeitpatienten - Betreutes Wohnen.