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Sozialgeschichte der Stadt Pforzheim 1862-1914

Arbeiterbewegung und sozialdemokratische Kommunalpolitik im Zeitraum der Industrialisierung

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Stefan Endlich

Die vorliegende Studie versteht sich als Beitrag zur Sozialgeschichte der Städte im Zeitraum der Industrialisierung. Ihr Gegenstand ist die Darstellung der Geschichte der Arbeiterbewegung in der Schmuckwarenstadt Pforzheim von Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts bis in die Zeit vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Der Autor zeichnet präzise die sozialdemokratische Arbeiterbewegung in einer rasch wachsenden Mittelstadt mit Monoindustrie und zeigt die Ursachen und Bedingungen ihrer Entstehung als auch ihres sich vollziehenden Aufstieges bei Reichstags-, Landtags und Kommunalwahlen auf. Eine Sichtweise der historischen Forschung, welche Geschichte aus der Sicht der Handelnden und Betroffenen begreift, kommt hier zur Anwendung. Eines der Erkenntnisziele ist die Ursachenforschung für die Ausprägung des Reformismus in der badischen Sozialdemokratie und für den pragmatischen Kurs der lokalen Parteiorganisationen, der sich in engagierter Mitwirkung in den Institutionen der kommunalen Selbstverwaltung manifestierte.
Aus dem Inhalt: Die ökonomische und soziale Lage der Pforzheimer Edelmetallarbeiter - Der Gewerkverein der deutschen Gold- und Silberarbeiter - Die Bibliothek des Pforzheimer Arbeiterbildungsvereins - Der Aufstieg der Sozialdemokratie im Pforzheimer Industrieraum - Theorie und Praxis sozialdemokratischer Kommunalpolitik - Das Primat der praktischen Mitarbeit in der Kommune.