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«Musica Scenica»

Die Operntheorie des Giovanni Battista Doni

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Susanne Schaal-Gotthardt

Die Gattung Oper verdankt ihre Existenz den Bemühungen humanistischer Gelehrter und Musiker, die antike Praxis des musikalisch begleiteten Dramas wiederzubeleben. Giovanni Battista Doni unternimmt um 1630 den Versuch, diese Bemühungen unter Hinweis auf viele verschiedene griechische und lateinische Quellen theoretisch zu fundieren. Wie sich seine Antikenrezeption vor dem Hintergrund der musikalischen Traditionen seiner Zeit zu einer aufschlußreichen Zustandsbeschreibung der frühen Oper verbindet, untersucht die vorliegende Studie. Die Analyse der operntheoretischen Schriften zeigt außerdem, daß Doni, der die Begriffe stile rappresentativo und stile espressivo prägte, gleichwohl keine Stillehre der Oper im Sinne hatte.
Aus dem Inhalt: Lebenslauf und Persönlichkeit - Musikalische Bildung - Musica Scenica und das antike Drama - Literarisch-musikalische Formen im 17. Jahrhundert und Donis «Stillehre» - Der Entwurf einer Musica Scenica und die italienische Opernpraxis.