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Funktionen des koreanischen Puppenspiels «Kkoktugaksi-norûm»

Series:

Sang-Lan Lee

Für die Theater-, Film und Fersehwissenschaft ist entscheidend, daß ein scheinbar randständiges Thema - das einzige aus der Yi-Dynastie schriftlich überlieferte Puppenspiel - durch seine erschöpfende Analyse zu einem Modellfall aufsteigt, der nicht nur im theatergeschichtlichen Vergleich neue Einsichten erbringt, sondern als Rekonstruktion eines ganzen Mediensystems (von der Mündlichkeit über Schrift und Druck bis hin zu technischen Medien) auch für die allgemeine Medienwissenschaft beispielhafte Bedeutung erlangt. Methodische Basis dieses Erfolgs ist vor allem die Anknüpfung an Foucaults Diskursanalyse und verwandte Verfahren, die zwar in der Literaturtheorie eine bekannt große Beachtung erfahren haben, ganz selten aber bislang auf außereuropäische Kulturen oder gar Volksüberlieferungen angewandt worden sind. Und doch erweist sich die Originalität vorliegender Arbeit gerade daran, daß das von ihr erschlossene Neuland zwanglos in Begriffen der Foucaultschen Machttheorie beschreibbar wird.
Aus dem Inhalt: Funktionen des Puppenspiels als ästhetische Institution - Produktion der Diskurse - Blockbildung und diskursive Position - Zerstörung der herrschenden Disziplinen und das Lustprinzip.