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Die Jesusgestalt in der Erzählprosa des deutschen Naturalismus

Mit einem bibliographischen Anhang: Primärtexte, zeitgenössische Rezensionen, Sekundärliteratur

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Uwe Kächler

Warum hat sich gerade der Naturalismus so häufig mit der Jesusgestalt beschäftigt? Von dieser Frage ausgehend, kommen zunächst soziologische, bewußtseins- und literaturgeschichtliche Voraussetzungen in den Blick. Die untersuchten Texte zeigen eine in die moderne Gesellschaft hineinversetzte Jesusgestalt, die im Schnittpunkt unterschiedlicher Diskurse steht. Sozialismus, Anarchismus und Individualismus, Großstadtkultur und Rückzug aufs Land, Naturalismus und Symbolismus: aus solchen Gegensätzen konstituiert sich eine literarische Gestalt, deren Analyse zugleich ein Beitrag zum Verständnis des deutschen Naturalismus ist.
Aus dem Inhalt: Das zeitgenössische Jesusbild - Textanalysen (v.a. zu Conrad, Kretzer, Holz, Schlaf, Land, Hollaender) - Aneignung des Jesusstoffes für die Gegenwart (Historismusproblem u.a.) - Naturalismus und Ethik - Naturalismus und Symbolismus.