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Das Konzept «Heimat»

Eine Studie zu deutschsprachigen Romanen der 70er Jahre unter besonderer Berücksichtigung der Werke Martin Walsers

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Eckhart Prahl

Nachdem der Begriff «Heimat» durch den Mißbrauch in der Zeit des Nationalsozialismus aus der Öffentlichkeit nahezu verbannt war, kann man heute von einem regelrechten Heimatboom sprechen. Dem aus der theoretischen Diskussion des im Alltagsgebrauch nach wie vor unscharfen und emotionalen Begriffs gewonnenen Konzept «Heimat» werden in der Folge poetologische Kategorien der literarischen Gestaltung von Heimat gegenübergestellt. Die Analyse der in den 70er Jahren erschienenen Werke von Autoren wie Handke, Innerhofer, Johnson, Lenz oder Martin Walser führt dabei zu einem überraschenden Ergebnis: der zuvor postulierten Fähigkeit des Individuums zum «Prospective Adjustment» als wesentlicher Bedingung moderner Existenz steht die unaufgelöste Spannung zwischen Nostalgie und Utopie in der Literatur entgegen.
Aus dem Inhalt: Anthropologische Heimat-Theorie - Heimatroman der Jahrhundertwende/Historischer Roman im Dritten Reich - Variationen des Konzepts «Heimat»: Lenz, Johnson, Innerhofer, Handke - Das Werk Martin Walsers - Die Bodenseeromane Walsers.