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Kinder als Erzähler - Erwachsene als Zuhörer

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Josef Schu

Daß im Alltag nicht monologisch erzählt wird, ist ein bekannter Befund. Wie Erzähler und Zuhörer im Detail zusammenspielen und über welche Bandbreite ihr Zusammenspiel variiert, ist empirisch aber noch nicht erschöpfend geklärt. Aus interaktioneller Sicht untersucht die vorliegende Studie Erzählungen in nicht-simulierten Alltagsgesprächen zwischen acht- bis zwölfjährigen Kindern und Erwachsenen. Die zentralen Fragen gelten der Erzählorganisation, der dialogischen Ausgestaltung der Normalform und einer Variante sowie der Rolle alltagsweltlicher Wissensbestände für das Verständnis des Zuhörers. Die Befunde aus den mikroanalytisch durchgeführten turn-by-turn-Analysen werden in einem Ablaufschema zusammengefaßt und auf sprachliche, kognitive, sozial-situationelle und funktionale Grundlagen bezogen.
Aus dem Inhalt: Sprachliche, kognitive und interaktionelle Aspekte des Erzählens - Erzählanfänge - Die dialogische Ausgestaltung der Normalform und einer Variante - Kognitive Grundlagen der Zuhörertätigkeit - Personale Referenz in Erzählungen und Alltagswissen - Zuhöreraktivitäten.