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Die Figur des Schelms im deutschen Roman nach 1945

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Hans-Volker Gretschel

Obwohl seit den mythisch-archaischen Anfängen des Schrifttums bis zur Gegenwart die Trickster-Erzählung bzw. der pikareske oder Schelmenroman zur Weltliteratur gehört und immer wieder Autoren von Weltruhm sich in dieser Gattung versuchten, blieben die literarischen Schelme, Trickster, Narren, Toren, Landstörzer, Clowns und Hochstapler die Stiefkinder der Literaturwissenschaft. Trotz der in jüngster Zeit ausführlichen theoretischen Reflexionen über den Picaro und den Picaroroman und der deshalb rapide anwachsenden Sekundärliteratur steht eine systematische Analyse des Schelms nach 1945 noch aus. Ziel vorliegender Studie ist es, einen Beitrag zur systematischen Darstellung des Schelms im deutschen Roman nach 1945 zu liefern, um somit Entwicklungen und Tendenzen, Grenzen und Möglichkeiten der modernen pikaresken Texte und des schelmischen Protagonisten darzulegen.
Aus dem Inhalt: Der spanische Picaroroman - Der deutsche Schelmenroman bis 1945 - Der Schelm in den Romanen der 50er und 60er Jahre: Manns «Felix Krull», Thelens «Vigoleis», Grass' «Oskar Matzerath» - Die Figur des Schelms im deutschen Roman der 70er Jahre: Späths «Jakob Hasslocher», Kühns «Fritz Wachsmuth», Zahls «Schelmenkollektiv».