Show Less
Restricted access

Kulturelle Andersheit zwischen Utopie und Wissenschaft

Ein Beitrag zu Genese, Entwicklung und Neuorientierung der Anthropologie

Series:

Stefan Krotz

Diese Studie zeichnet wichtige Momente der Kontakte Europas mit fremden Kulturen nach, die gegen Ende des letzten Jahrhunderts zum Einzug der Anthropologie in die Universitäten führten. Der erfolgreichen Verwissenschaftlichung der anthropologischen Frage wird indes die Utopie entgegengehalten. Diese erweist sich nämlich als eine Form von Gesellschaftsanalyse, deren Zentralkategorie ebenfalls die «Andersheit» ist. Jedoch hat die utopische Alterität einen eigenen Sinn, weswegen sie damals wie heute von der positiven Wissenschaft kaum beachtet wird. Eine philosophisch fundierte Wiederbegegnung von Utopie und Kulturanthropologie kann einen Ausweg aus der gegenwärtigen Grundlagenkrise der anthropologischen Wissenschaften weisen.
Aus dem Inhalt: Die gegenwärtige Grundlagenkrise der anthropologischen Wissenschaften - Kulturbegegnung als Ursprungsort der anthropologischen Frage - Die utopische Andersheit in der Gesellschaftsanalyse mittelalterlicher Volkskultur und neuzeitlicher Staatsromane - Die anthropologische Andersheit zur Zeit der «Entdeckung Amerikas» und der «industriellen Revolution» - Kulturanthropologie und Utopie: Umrisse einer neuen anthropologischen Frage.