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Zur strafrechtlichen Behandlung der aberratio ictus und des error in objecto des Täters

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Jürgen Rath

Die Frage nach den Konsequenzen des Vorliegens einer aberratio ictus und eines error in objecto für die strafrechtliche Erfolgszurechnung zählt zu den schwierigen Standardproblemen der Strafrechtswissenschaft. Die vorliegende Untersuchung arbeitet zunächst die Strukturen beider Formen der Diskrepanz zwischen Vorstellung und Wirklichkeit heraus und schichtet die themenspezifisch unproblematischen Fallkonstellationen ab. Sodann wird der die gegenwärtige Diskussion bestimmende Meinungsstand ausführlich dargestellt und einer detaillierten Kritik unterzogen. Die Untersuchung zeigt, daß eine haltbare Begründung nur unter Rückbesinnung auf das - begrenzte - Vermögen des autonomen, endlichen Subjekts, die äußere Wirklichkeit personal zu gestalten, sowie auf das Grundgefüge der Freiheitsermöglichung durch Recht geleistet werden kann. Schließlich werden präzise Systematisierungen und Lösungen der kontroversen Grenzfälle zwischen aberratio ictus und error in objecto entfaltet.
Aus dem Inhalt: Standardfallkonstellationen - Analyse der Irrtumsstrukturen von aberratio ictus und error in objecto - Uneigentliche Fallkonstellationen - Darstellung und detaillierte Kritik des gegenwärtigen Meinungsstandes - Fundierung der Lösungsbegründung vom Wirkungsvermögen des autonomen, endlichen Subjekts und der freiheitsermöglichenden Funktion des Rechts her - Systematisierung und Lösung der Grenzfallkonstellationen.