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Döblin und China

Untersuchung zu Döblins Rezeption des chinesischen Denkens und seiner literarischen Darstellung Chinas in «Drei Sprünge des Wang-lun»

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Jia Ma

China hat innerhalb von Döblins literarischem Schaffen und für seine gedankliche Konzeption eine inspirierende Funktion. Döblins China-Roman «Die drei Sprünge des Wang-lun» entsteht im Zuge seiner Begeisterung über die daoistische Lehre. Die Hinwendung Döblins zu Konfuzius läßt sich als Vorwegnahme seiner Bekehrung zum christlichen Gott (in der Emigration) betrachten. Allerdings fußt Döblins Interesse am Daoismus und an Konfuzius ganz auf seinen eigenen - auch historisch und kulturell bedingten - geistigen Positionen. Die vorliegende Arbeit liefert eine eingehende Untersuchung von Döblins Rezeption chinesischen Denkens. Sie versucht weiterhin, Döblins «chinesischen» Roman innerhalb der literarischen China-Rezeption in Deutschland zu verorten, Döblins transkulturellen literarischen Schaffensprozeß zu analysieren und die daraus entstehenden ästhetischen Wirkungen zu zeigen. Durch einen Vergleich von Döblins China-Roman mit dem traditionellen chinesischen Roman «Shui Hu Zhuan» werden die unterschiedlichen kulturellen und epochalen Merkmale erhellt.
Aus dem Inhalt: Die Eigenart von Döblins China-Darstellung im Rahmen der deutschen China-Literatur - Wesenseinheit als Eigenart des daoistischen Denkens im Unterschied zur synthetischen Weltauffassung Döblins - Döblins Konfuzius-Rezeption und seine gedankliche Entwicklung - Das chinesische «Fremde» in «Die drei Sprünge des Wang-lun» - «Wang-lun» im Vergleich mit dem traditionellen chinesischen Roman, dem «Shui Hu Zhuang».