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Jochen Klepper - Aufbruch zum ewigen Haus

Eine Motivstudie zu seinen Tagebüchern

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Emiko Dorothea Tomita

Im Dritten Reich geriet der evangelische Pfarrerssohn und Schriftsteller Jochen Klepper in eine schwere Existenzkrise, die für ihn und seine Familie tödlich endete. Unter dem Druck der juden- und christenfeindlichen Politik der Nationalsozialisten zog sich Klepper mit seiner jüdischen Frau und seiner Stieftochter Renate in sein Haus als einen letzten bergenden Raum zurück. Im biblischen Bild des ewigen Hauses fand er den archimedischen Punkt seiner Selbst- und Weltdeutung und entfaltete im Medium des intimen Tagebuches eine weitverzweigte Haussymbolik. Auf dem Weg in die biographischen, ästhetischen und theologischen Tiefendimensionen seiner Haus-Welt erschlossen sich ihm wesentliche Impulse für seinen leidenden Widerstand gegen die Diktatur. Die Arbeit widmet sich besonders eingehend der Hinwendung Jochen Kleppers zum Erbe der Väter: der Auseinandersetzung mit dem elterlichen Pfarrhaus sowie dem Rückgriff auf das Luthertum und das Zeugnis der Heiligen Schrift.
Aus dem Inhalt: Innere Emigration - Wirkungen des lutherischen Pfarrhauses - Bürgerliche Innerlichkeit - Hausträume - Leidender Widerstand - Biblische Vor-Bilder.