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Individualspezifische Reaktionsmuster (ISR) unter mehrstündiger Belastung

Intraindividuelle Bestimmung und psychologische Interpretation

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Matthias Glatzer

Die Arbeit untersucht kritisch die bestehenden psychologischen Konzepte zur Individualspezifischen Reaktion (ISR). Der empirische Teil enthält den Versuch, mit einem erweiterten methodischen Ansatz zu Aussagen über den psychologischen Gehalt von ISR-Mustern zu gelangen. So werden statt kurzzeitiger Stressoren mehrstündige Belastungen vorgegeben, die Datenanalyse wird intraindividuell vorgenommen, und die ISR-Muster werden faktorenanalytisch bestimmt. Die methodischen Probleme bei der Operationalisierung von Situationsabfolgen und bei der Konzeption der ISR als intraindividuell stabile Kovarianzmuster werden ausführlich behandelt. Die psychologische Bedeutung von ISR-Mustern wird nicht wie bisher über Persönlichkeitseigenschaften (traits), sondern über die aktuelle Befindlichkeit (states) erschlossen. Ein entsprechender Fragebogen (FSESB) differenziert dabei zwischen emotionalen, somatischen und kognitiven Aspekten subjektiver Beanspruchung.
Aus dem Inhalt: Psychophysiologische Reaktionsspezifitäten - Individualspezifische Reaktionsmuster - Faktorenanalytische Auswertung von Meßreihen - Replikation zeitstabiler ISR-Muster - State-Fragebogen zur subjektiven Befindlichkeit (FSESB)