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Humaniorum studiorum cultores

Die Gräkophilie in der russischen Literatur der Jahrhundertwende am Beispiel von Leben und Werk Innokentij Annenskijs und Vjaceslav Ivanovs

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Alexandra Ioannidou

In der russischen Literatur der Jahrhundertwende war eine Wendung auf das Ideal des antiken Griechenland zu verzeichnen. Wie die Gräkophilie im russischen fin de siècle entstand, ist nur über die Untersuchung des Werkes jedes einzelnen Symbolisten zu erfahren. Humaniorum studiorum cultores behandelt die Einflüsse des klassischen Griechenland auf Leben, Dichtung und Philosophie von zwei der wichtigsten russischen Literaten jener Zeit - von V. Ivanov und I. Annenskij. Zu der Gestaltung des symbolischen Griechenlandbildes im Werk der beiden Autoren trug vor allem ihre Liebe für antike Philosophen und Dichter wie Platon, Aristoteles, Euripides, Aischylos bei. Doch auch die Rezeption westeuropäischer Denker wie Goethes, Nietzsches, Wagners ist nicht zu übersehen. I. Annenskij und V. Ivanov waren die ersten Wegweiser zu einer Art «goetheschen Griechendaseins» in Rußland. Sie führten einen neuen Philhellenismus in ihrem Land ein, dessen Verdienst, aber auch Nachklang immer noch spürbar sind.
Aus dem Inhalt: Annenskij als Übersetzer - Die tragische Ironie und der «deus ex machina» - Griechentum und Barbarentum - Eine Typologie des «Genies» - Der griechische Tod und die christliche Auferstehung.