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Tizian und Maria von Ungarn

Der Zyklus der «pene infernali» auf Schloß Binche (1549)

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Sabine Tischer

Ende der vierziger Jahre des 16. Jahrhunderts gab die Habsburgerin Maria von Ungarn, Schwester Karls V. und Statthalterin der Niederlande, den mythologischen Bildzyklus der «pene infernali» bei Tizian in Auftrag. Wie die vorliegende Untersuchung zeigt, handelt es sich um einen dynastisch-politischen Auftrag zur propagandistischen Ausgestaltung der Feste, die anläßlich der Introduktion Philipps von Spanien, Sohn Karls V. und Nachfolgeanwärter des Kaisers, im Jahr 1549 auf Schloß Binche in den Niederlanden veranstaltet wurden. Untersucht werden die historischen, geistesgeschichtlichen und individuellen Bedingungen des Auftrags sowie die mit diesen Bedingungen konfrontierte Ästhetik Tizians.
Aus dem Inhalt: Genese und Themen der «pene infernali» von Tizian - Schrift- und Bildtradition der Frevler Tityus, Sisyphus, Tantalus, Ixion und Prometheus - Rekonstruktion und Interpretation der Ausstattung des Festsaales auf Schloß Binche - Darstellung der Feste.