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Die «Brüning Papers»

Der letzte Zentrumskanzler im Spiegel seiner Selbstzeugnisse

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Frank Müller

Die mit Spannung erwartete Öffnung des Brüning-Nachlasses markiert den Beginn einer neuen Phase in der Brüning-Forschung. Das vorliegende Buch gibt einen Überblick über die in Harvard verwahrten umfangreichen Bestände und liefert eine erste Auswertung im Lichte bislang offener und strittiger Fragen. Aspekte der Brüning-Vita nach 1934 werden dabei ebenso in den Blick genommen wie die Authentizitätsproblematik der bis heute umstrittenen Brüning-Memoiren und die Frage nach dem Quellenwert des Brüningschen Erinnerungsoeuvres insgesamt. Aus der Perspektive der rückblickenden Auseinandersetzung mit seiner 26monatigen Kanzlerschaft werden die Hintergründe seiner Selbstisolierung und zunehmenden Verbitterung nach 1945 diskutiert und zugleich die Ursprünge der sog. «Brüning-Legende» aufgezeigt. Ein gesonderter Anhang illustriert und ergänzt die Ausführungen durch bislang unveröffentlichte Materialien.
Aus dem Inhalt: Nachlaßbestände im Überblick - Anmerkungen zur Brüning-Vita nach 1934: Flucht aus Deutschland, Kontakte zum Widerstand, Politik im Exil, Brüning und die westdeutsche Nachkriegspolitik - Die Behandlung und Verarbeitung politischer Erinnerungen in Briefwerk und «Lectures»: Kanzlerschaft im Rückblick, Personalisierung des Entlassungstraumas, «Schweigen für Deutschland» - Der Komplex «Brüning-Memoiren».