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Zur Semantik der sogenannten Kopulaverben

Eine begriffsdefinitorische Herleitung und Untersuchung der Verben "sein, werden</I> und "bleiben</I> vom kognitiv-linguistischen Standpunkt aus

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Herbert Stettberger

Verben, die man als Kopula bezeichnet, werden meist wegen ihrer vorgeblichen inhaltlichen Leere neben Voll-, Modal-, Funktions- und Hilfsverben gesondert kategorisiert. Die vorliegende Arbeit gibt einen Einblick in die begriffsdefinitorische Variationsbreite des Terminus «Kopulaverbum» und führt insbesondere über kognitiv-linguistische Analyseverfahren diesbezüglich zu einem neuen, umfassenderen Verständnis: Aus dem multidimensionalen Bedeutungsspektrum der Lexeme sein, werden und bleiben resultiert die semantische Besonderheit dieses Verbtrios. Im Grunde lassen sich damit potentiell sämtliche Verben durch Kopula ersetzen.
Schließlich eröffnen sich so völlig neue Zugänge z.B. zu biblischen Perikopen, zu Werbeslogans, aber auch zu alltäglichen Äußerungen.
Aus dem Inhalt: Herkunft des Ausdruckes Kopula(Verbum) - Begriffsdefinitorische Variationsbreite - Ein Streiflicht auf etymologische Grundlagen der Verben sein, werden und bleiben - Encodierte Bedeutungskonzeptionen - Ein- vs. mehrdimensionale Substituierbarkeit - Verwendungsfrequenz.