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Die Erbengemeinschaft im Internationalen Privatrecht

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Thomas Bentler

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Rechtsproblemen einer Erbengemeinschaft nach einem ausländischen Erblasser in Deutschland. Gemäß Artikel 25 Absatz 1 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) findet auf diese Erbengemeinschaften grundsätzlich das ausländische Heimaterbrecht des Erblassers Anwendung. Das deutsche Erbrecht als Teil der homogenen Zivilrechtsordnung wird durch den «Fremdkörper» des ausländischen Erbrechts ersetzt. Der daraus resultierende Konflikt der fremden Erbrechtsordnung mit dem deutschen Zivilrecht, insbesondere dem Schuld- und Sachenrecht, findet eine Darstellung aus der Sicht der Erbengemeinschaft von ihrem Entstehen bis zu ihrer Beendigung. Der Anwendungsbereich des Erbstatuts wird von demjenigen des Schuld- und Sachstatuts abgegrenzt. Die in Rechtsprechung und Literatur grundsätzlich anerkannte umfassende Geltung des Erbstatuts für die Rechtsbeziehungen zwischen den Miterben findet eine Einschränkung durch verschiedene Ausnahmen zugunsten anderer Statuten.
Aus dem Inhalt: Entstehen, Struktur und Dauer der Erbengemeinschaft - Rechtsgeschäftliche Verfügungen über den Miterbenanteil - Das Vorkaufsrecht der Miterben - Die Zwangsversteigerung von Nachlaßbestandteilen durch die Miterben - Die Ausgleichungspflicht unter Miterben - Die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft.