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Genetisches Lehren: Unterrichten in Beziehungsgefügen

Modell und Erprobung in Unterrichtsplanung und Denkförderung für die Sekundarstufe II

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Margarete Fieback

Die komplexe Wirklichkeit unserer Gesellschaft fordert Flexibilität und Denkfähigkeit. In diesem Kontext findet Lernen in einem Prozeß zwischen individuellen, sachbezogenen und gesellschaftlichen Beziehungsgefügen statt. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich im Rahmen von Unterrichtsplanung und Denkförderung mit diesem komplexen Problemzusammenhang. Die Theorieansätze des genetischen Prinzips, der Kognitionsförderung im Ansatz von Dörner und der Pragmatischen Information E. von Weizsäckers werden auf diesen Zusammenhang hin befragt. Theoriegeleitet werden Forderungen für ein Unterrichten in Beziehungsgefügen entwickelt. Diese sind Grundlage für das Genetische Lehren (GL). Als systematische Handlungshilfe werden «Beziehungsgitter» vorgestellt, die individuelle, sach- und gesellschaftsbezogene Strukturen und Beziehungen des Unterrichts in schulpraktisch relevanten Komplexen «in Beziehung setzen». GL schafft so einen konzeptuellen Denkrahmen von relevanten Beziehungsnetzen. Es orientiert sich an einem offenen Lehr-Lern-Prozeß mit unterschiedlichen Zugangs- und Handlungsmöglichkeiten.
Aus dem Inhalt: Systemcharakter - Genetisches Prinzip, Kognitionsförderung, Informationsverarbeitung in der didaktischen Diskussion einer Denkschulung - Offenheit und Informationsverarbeitung in einer Didaktik als Offenem System - Systembezogene Konsequenzen für die Unterrichtspraxis - Ratingverfahren mit Schulpraktikern - Anregungen zur Denkförderung.