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Die sprachinhaltsanalytischen Angst- und Agressivitätsskalen nach Gottschalk und Gleser

Konkurrente Validierung, Behandlung des Reaktivitätsproblems und Vorschlag einer kognitivistischen Fundierung des analytischen Konstrukts

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Thomas Suslow

Seit der Bereitstellung der sprachinhaltsanalytischen Angst- und Aggressivitätsskalen durch Gottschalk und Gleser im Jahre 1969 wurden nur wenige psychologische Untersuchungen zu ihrer Validierung durchgeführt. Die vorliegende Studie setzt sich theoretisch und empirisch mit der Validität besagter Methode auseinander. Die theoretische Erörterung des Zusammenhanges Emotion-Sprache führt zur Relativierung der affektindizierenden Qualität sprachlicher Inhaltskategorien, stellt aber auch die prinzipielle Legitimität einer solchen Affektmessung heraus. Für eine Reihe von Subskalen wurden erwartungsgemäß positive, wenn auch niedrige Validitätskoeffizienten ermittelt. Zur primär psychoanalytischen Fundierung des Inferenzverfahrens wird eine kognitivistische Alternative aufgezeigt.
Aus dem Inhalt: Technik der affektiven Sprachinhaltsanalyse nach Gottschalk und Gleser - Bidirektionaler Wirkungszusammenhang Emotion-Sprache - Mood&Memory-Forschung - Sprachproduktion unter emotionalem Einfluß - Konkurrierende Validitätshinweise.