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«Natürlich ist das Dekoration»

Perspektiven eines Begriffes in der Kunst- des 20. Jahrhunderts ausgehend von Henri Matisse

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Haidrun Brauner

Die vorliegende Studie befaßt sich mit dem Begriff des Dekorativen im Hinblick auf eine Malerei, deren kunsthistorische Analysen diesen so gut wie ausklammern. Die Rekapitulation des ursprünglichen Verwendungsmodus sowie die Aufdeckung jener Gründe, die zum heutigen Sprachgebrauch geführt haben, erklären diese Zurückhaltung. Daß es aber dennoch möglich ist, den Begriff des Dekorativen in diesen Diskurs zu integrieren, ist nicht zuletzt der Verdienst der Kunst und Künstlertheorie eines Künstlers, der das Dekorative zum Paradigma seiner Kunst erhob: im Mittelpunkt der Untersuchung stehen deshalb auch die als «Dekoration» gedachten Tanz-Bilder von Henri Matisse. Von hier aus spannt sich der Bogen von der Matisse-Rezeption der amerikanischen Nachkriegskunst bis hin zur In-Situ-Malerei der zeitgenössischen Kunstproduktion, um den an Matisse gewonnenen Begriff des Dekorativen zu überprüfen und zu korrigieren.
Aus dem Inhalt: Das Dekorative - Decorum-Begriff - Das Dekorative in der Kunsttheorie des 19. Jh. - Das Dekorative bei Matisse - Tanz und Dekoration bei Matisse - Das Dekorative in Moderne und Postmoderne - In-Situ-Malerei.