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Erwerbslosigkeit und politischer Protest

Zur Neubewertung von Erwerbslosenprotest und der Einwirkung sozialer Arbeit

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Harald Rein and Wolfgang Scherer

Erwerbslose tauchen in der wissenschaftlichen Beschreibung und Beurteilung zumeist nur als passive, leidende Objekte auf. Die vorliegende Studie setzt sich kritisch mit diesen Deutungsmustern auseinander. Sie geht der Frage nach, welche kreativen und produktiven Verarbeitungen sich in der Erwerbslosigkeit finden lassen. Ferner befaßt sie sich mit dem politischen Protest der Erwerbslosen und untersucht, welche objektiven und subjektiven Faktoren den politischen Protest hemmen beziehungsweise fördern und welche Rolle dabei der sozialen Arbeit mit Erwerbslosen zukommt. Und schließlich weist sie eine lange Traditionslinie aktiven Widerstandes von Erwerbslosen nach - von dem Erwerbslosen, der 1931 im Grunewald lautstark mit anderen Betroffenen über eine Zukunft ohne Lohnarbeit sinnierte bis zu dem Erwerbslosen, der 1981 ein Hüttendorf zur Verhinderung der Startbahn-West mit aufbaute.
Aus dem Inhalt: Stand des wissenschaftlichen Diskurses über Erwerbslosenprotest in der BRD - Soziale Arbeit und Erwerbslosigkeit - Erwerbslosenprotest in der Geschichte - «Stummer» Protest in Zeiten beständiger Erwerbslosigkeit.