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Das preußische Nichtehelichenrecht: Von der Aufklärung zur Reaktion

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Thomas Heinrich

Die Arbeit stellt das vom gemeinen Recht losgelöste preußische Nichtehelichenrecht dar. Zunächst wird unter Einbezug der Literatur und der Rechtsprechung der Regelungskomplex des ALR von 1794 vorgestellt. Hiernach werden die Entwürfe der Gesetzrevision (1825-1848) untereinander und mit den Regelungen des ALR verglichen. Das anschließende, zusammengefaßte Gesetzgebungsverfahren spiegelt den Kampf für und wider die Nichtehelichen bzw. für das preußische Recht einerseits und das französische Recht andererseits wider. Damit werden die Vorschriften des restriktiven Änderungsgesetzes von 1854 inhaltlich verständlich. Den Abschluß bildet ein kurzer Blick ins BGB von 1900 und der Versuch festzustellen, inwieweit das vorangegangene Gesetzgebungsverfahren richtungsweisend gewesen war.
Aus dem Inhalt: Das ALR von 1794: Wohlwollende Gesetzgebung zur Verhütung des Kindermordes - Die Gesetzrevision (1825-1848): Entscheidung zwischen preußischem und französischem Recht - Das Gesetz vom 24. April 1854: Restriktive Gesetzgebung zur Wiederherstellung der Heiligkeit der Ehe.