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Ordnung und Wert der Unordnung bei Bertolt Brecht

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Linda L. Thomas

Mit dieser facettenreichen Arbeit setzt die Autorin Akzente, die das überkommene Brecht-Bild entscheidend korrigieren dürften. Basierend auf der Untersuchung der Stücke Brechts, seines «Arbeitsjournals», der «Tagebücher» und «Autobiographischen Aufzeichnungen» weist die Autorin nach, wie sich das Misstrauen Brechts gegen jegliche Ordnung wie ein roter Faden durch sein gesamtes Werk zieht. Ordnung ist für Brecht von jeher ein negatives Element, weil sie den Menschen kontrolliert und zu Missetaten zwingt, während Unordnung eine Aufhebung dieser Kontrolle bewirkt und so die Gelegenheit zur Entfaltung der Humanität darstellt. Unter diesem Aspekt erfährt auch Brechts «Leben des Galilei» und die Umgestaltung der Galilei-Figur eine ganz neue Wertung.
Aus dem Inhalt: Brechts Bewertung der Ordnung und der Einfluss der Kriegserfahrungen auf seine Vorstellungen - Typische Züge der Repräsentanten der Ordnung - Die Zeit der Unordnung im «Leben des Galilei» und im «Kaukasischen Kreidekreis».