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Erzählte Visualität

Studien zum Verhältnis von Text und Bild in Hermann Brochs Romantrilogie «Die Schlafwandler»

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Thomas Eicher

Erzählte Visualität bezeichnet den erzählerischen Umgang mit Bildern der Wahrnehmung und Imagination. In Hermann Brochs «Schlafwandler»-Trilogie begegnet dem Leser ein besonders breites Spektrum dieser episch integrierten Visualität. Ihre Figuren sind als 'visuelle Menschen' Opfer einer wahren Bilderflut. Bilder bestimmen auch ihr Denken und ihre Erinnerung. Doch Visualität wird in den «Schlafwandlern» nicht nur thematisiert, sie bildet auch die Grundlage des Darstellungsmodus. Symbolik und Leitmotivik der Trilogie orientieren sich an gesehenen Details der Romanwelt, Bilder strukturieren das Erzählte. Die Mechanismen dieses integrativen Verfahrens sind vielfältig. Sie zu beschreiben und durch vergleichende Analysen klassifizierbar zu machen ist das Anliegen dieser Arbeit.
Aus dem Inhalt: Der 'visuelle Mensch' - Bilder und Intermedialität - Epische Integration von Bildern in den «Schlafwandlern» - Das Schlafwandeln, mystisches Erleben in Musils «Törleß» und Jaenschs Eidetik - Spiegelblick und Spiegelbild - Visualität des Augenblicks und Joyces Epiphanie.