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Shakespeares Text in Deutschland

Textkritik und Kanonfrage von den Anfängen bis zur Mitte des neunzehnten Jahrhunderts

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Michael Hiltscher and Universität Münster

Die gegenwärtige Situation in der Shakespeare-Edition stellt sich als überaus unübersichtlich dar. Mit der zunehmenden Abkehr von einem textkritischen Konservatismus, dessen Wurzeln im 19. Jahrhundert liegen, scheint sich ein Paradigmenwechsel zu vollziehen, der das Aussehen künftiger Ausgaben nachhaltig zu verändern verspricht. Anhand der bislang selten thematisierten Entwicklung der Shakespeare-Textkritik in Deutschland von ihren ersten Ansätzen im 18. Jahrhundert bis hin zur großen Ausgabe Nicolaus Delius' (1854-61) zeigt die vorliegende Untersuchung, wie stark auch bei modernen Revisionstheorien auf durchaus bekannte Vorstellungen rekurriert wird. Im Mittelpunkt stehen dabei Johann Joachim Eschenburg, Ludwig Tieck und Nicolaus Delius.
Aus dem Inhalt: Eschenburgs Shakespeare-Text - Tiecks Shakespeare-Kanon - Prinzipien der Textkritik bei Tieck - Die romantische Shakespeare-Edition - Tiecks Einfluß im In- und Ausland - Delius und das Perkins-Folio - Textkritik und Kommentar der Delius-Ausgabe - Quellenanhang.