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Der ethische Gehalt der Helsinki Deklaration

Eine historisch-systematische Untersuchung der Richtlinien des Weltärztebunds über biomedizinische Forschung am Menschen

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Walter Schaupp

Eine seit dem Zweiten Weltkrieg massiv anwachsende klinische Forschungstätigkeit am Menschen samt all den damit verbundenen ethischen Problemen und Mißständen erzwang die Formulierung der Helsinki Deklaration durch den Weltärztebund. Die vorliegende Arbeit geht zunächst diesem geschichtlichen Entstehungshintergrund nach, um dann das Ethos der Deklaration kritisch zu analysieren und zu durchleuchten. Dabei treten Stärken, aber auch Grenzen und Schwachstellen zutage. Der Ansatz beim traditionellen hippokratischen Ethos erweist sich als letztlich ungenügend; trotz der Formulierung unverzichtbarer ethischer Optionen bleibt für die praktische Anwendung vieles klärungsbedürftig. Die Untersuchung dient jedoch nicht nur der theoretischen Auseinandersetzung; ganz allgemein wird bei der Lektüre der Blick für das adäquate Erkennen und Analysieren von ethischen Problemen in der Forschungspraxis geschärft.
Aus dem Inhalt: Sinn und Funktion ärztlichen Berufsethos - Klinische Forschung seit dem Zweiten Weltkrieg und ihre ethische Problematik - Die Diskussion um das Humanexperiment in angloamerikanischen Forscherkreisen - Leitende Anliegen und ethische Grundoptionen der Helsinki Deklaration.