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Schulmusikerziehung in Brasilien zwischen 1930 und 1945

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Jusamara Vieira Souza

Die vorliegende Arbeit untersucht die Situation der Schulmusik in Brasilien in der Zeit zwischen 1930 und 1945 unter dem totalitären Regime von Getúlio Vargas. Sie zeigt die politischen Implikationen der Musikpädagogik am Beispiel eines historischen Entwicklungsabschnitts der brasilianischen Geschichte. Anhand der historisch-hermeneutischen Analyse werden zahlreiche brasilianische Quellen gesichtet und ausgewertet. Das besondere Verdienst dieser Arbeit ist, daß sie sonst unzugängliches, umfangreiches Material dem deutschen Leser zur Verfügung stellt. Auf Grund der Ergebnisse konnte nachgewiesen werden, daß die Schulmusikerziehung einen herausragenden Beitrag zur politischen Zielsetzung und Selbstdarstellung des Vargas-Regimes leistet. Ziel des Musikunterrichts ist nicht nur die allgemeine musikästhetische, sondern zugleich auch die staatsbürgerlich-soziale Erziehung der Jugend. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zu den wenigen bisher vorhandenen Studien der Vergleichenden Musikpädagogik.
Aus dem Inhalt: Politische und ästhetische Bedingungen unter der Vargas Regierung - Zusammenwirken von Kunst und Politik - Schulpolitische Reformen und die Stellung des Musikunterrichts - Die musikpädagogische Konzeption von Villa-Lobos - Musikpraxis: Gesang, Instrumentalspiel, Chor und Orchester und Rhythmische Erziehung.