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«Wiedergutmachung» als Rechtsfrage?

Die politische und juristische Auseinandersetzung um Entschädigung für die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung (1945 bis 1990)

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Cornelius Pawlita

Für die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung in den von Deutschland besetzten Staaten ist weitgehend keine Entschädigung geleistet worden. Die Studie zeichnet die politische Auseinandersetzung nach und zeigt auf, wie in unterschiedlichen Begründungszusammenhängen die Ausgrenzung ausländischer Verfolgungsopfer immer wieder erfolgte. Die differenzierte Herausarbeitung der einzelnen Reparations- und Entschädigungsregelungen wird durch eine eingehende Analyse der Rechtsprechung und rechtswissenschaftlichen Literatur ergänzt, die den Zusammenhang zwischen Kriegführung und nationalsozialistischer Verfolgung ausblendeten. Der hohe Grad der Verrechtlichung der Entschädigungsfrage hat somit eine politisch zu führende öffentliche Debatte über die Okkupationspolitik verhindert.
Aus dem Inhalt: Pariser Reparationsabkommen - Friedensverträge 1947 - Erste Theorien - Überleitungsvertrag - Londoner Schuldenabkommen - Israelvertrag - BEG - BEGSchlG - Globalabkommen - Verfolgungsbegriff - Zivilrechtliche Abwehr - Polnische Forderungen - Neue Ansätze in den 80er Jahren.