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Entkriminalisierung von Drogenabhängigen durch Substitutionsbehandlung

Empirische und rechtliche Bedingungen

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Reinhard Bienek

Einen Teilaspekt der strafrechtlichen Kontrolle des Drogenkonsums stellt die Kontrolle von Ärzten, die Betäubungsmittel verschreiben oder verabreichen, dar. Diese Kontrolle wird zum einen über 13 Abs. 1 BtM sowie die BtMVV (Betäubungsmittelverschreibungs-Verordnung) und zum anderen über 223, 230 StGB gewährleistet, indem unter bestimmten Voraussetzungen die ärztliche BtMG-Verschreibung als kunstfehlerhaft und damit als strafwürdiges Unrecht definiert und sanktioniert wird. Im Zentrum der Arbeit steht die Kontroverse um die straf- und betäubungsmittelrechtliche einerseits bzw. arztrechtliche und sozialrechtliche Zulässigkeit der Substitutionsbehandlung von Heroin/Opiatabhängigen andererseits.
Aus dem Inhalt: Soziale Konstruktion des Drogenproblems - Folgen gegenwärtiger Drogenpolitik - Notwendigkeit der Umorientierung in der Drogenpolitik - Behandlung mit Substitutionsmitteln - Rechtliche Zulässigkeit der Substitutionsbehandlung - Drogenabhängigkeit als Normalzustand - Körperverletzung infolge der Substitutionsbehandlung - Selbstgefährdungsgedanke und Substitutionsbehandlung.