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«... zwischen heiteren und gewittrigen Tagen»:

Tiecks romantische Lustspielkonzeption

Series:

Young Eun Chang

Für Tiecks frühe Lustspiele - Der gestiefelte Kater (1797) und Die verkehrte Welt (1799) - stellt sich noch die editorische Frage. Die Untersuchungen der textlichen Varianten zwischen den Erstausgaben der Lustspiele und der Phantasus-Ausgabe (1812) decken zunächst aus textkritischer Hinsicht die editorischen Defizite und erhellen, wie Tiecks Lustspielkonzept in die (Erzähl-)Gesellschaft des Phantasus integriert ist. Und sie ermöglichen es, den roten Faden, der sich durch die Lustspiele zieht und der Tiecks konsequente Entfaltung seiner romantischen Lustspielkonzeption verdeutlicht, aufzurollen. Aus der Untersuchung ergibt sich, daß Tieck seinen dichterischen Eigensinn gegenüber dem zeitgenössischen Popularisierungsprozeß der Kunst durchsetzt, um die Kunst und ihre Autonomie wiederherzustellen.
Aus dem Inhalt: Zur Editionsgeschichte der frühen Lustspiele - Integration des Lustspielkonzepts in die PhantasusGesellschaft - Der gestiefelte Kater: Projektion des Theaters in den «antihermeneutischen» Zirkel - Die verkehrte Welt: Introjektive Widerspiegelung des Theaters - Theater der Phantasie und Liebe.