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Inkarnation

Christliches Heilsverständnis im Kontext französischsprachiger Theologie der Menschwerdung

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Michael Rieger

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erwachte besonders in Frankreich das Interesse am Thema der Inkarnation. In der vorliegenden Arbeit werden einige Entwicklungslinien gezogen, die zu einer entsprechenden «Theologie der Menschwerdung» führen. Die Quellendarlegungen inspirieren dabei die Grundlegung und die systematischen Überlegungen. Anhand des Denkens von M.D. Chenu, E. Mounier, N. Berdjajew und Chr. Duquoc werden die wichtigsten Themen der Inkarnationstheologie aufgeschlüsselt. Die Theologie der Menschwerdung kritisiert die Versuche, Gott außerhalb der konkreten Welt und ohne den leibhaftigen Menschen finden zu wollen. Im Umkreis der französischen Arbeiterpriesterbewegung wird erkannt: nicht die Welt ist schlechterdings «gottlos» geworden, sondern der kirchlich verkündigte Gott ist weithin «weltlos», «leiblos» und dadurch «den Menschen los» geworden. So geht diese Forschung einem zentralen Inhalt des christlichen Glaubens auf dem Hintergrund gehaltvoller Quellentexte nach.
Aus dem Inhalt: Theologie der Menschwerdung in biblischer, theologiegeschichtlicher, anthropologischer und ekklesialer Sicht - Inkarnation in französischsprachigen Quellen: missionarisch-apostolische Seelsorgebewegung, Personalismus, befreiungstheologische Ansätze - Inkarnatorisches Geschichts- und Weltverständnis, leibhaftige Vermittlung des Heils soteriologische Reflexion: «Kreuz und Trinität.»