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Das verlorene Du

Kommunikation und Kommunikationsverlust im Romanwerk François Mauriacs

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Ulrike Oswald

Existentialismus und Nouveau Roman haben das Erzählwerk François Mauriacs aus dem Blickpunkt der literarischen Öffentlichkeit gerückt. Vorliegende Studie erschließt über die Kommunikationsthematik einen neuen Zugang. In textnaher Analyse zeigt sie kommunikative Prozesse auf und vermittelt so überraschende Erkenntnisse in der Deutung der Charaktere, in der Erfassung von Handlungsmotiven sowie in der Strukturierung der Mauriacschen Metaphorik. Sie faßt das problematische Verhältnis von Ich und Du, die Situation des isolierten modernen Individuums, dem das eigene Bewußtsein fragwürdig ist durch Entzug des Gegenübers. Mauriacs Absicht, dem Zusammenbrechen der Identität mittels christlicher Existenzdeutung entgegenzuwirken, erhält durch die Untersuchung der Kommunikationsthematik neues Gewicht.
Aus dem Inhalt: Der unerreichbare Andere - Kommunikation als Illusion - Der Brief als utopischer Kommunikationsentwurf - Möglichkeit gelingender Kommunikation: der Durchbruch zum Du / Annäherung an die Transzendenz - Atmosphère de communication als wesentlicher Bestandteil der atmosphère mauriacienne.