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Die Wehrpolitik der Zentrumspartei in der Weimarer Republik

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Wilhelm Zimmermann

Die politische Mitwirkung am Staat durch die Zentrumspartei war der Bevölkerung bereits aus dem Kaiserreich vertraut. Die kaiserlichen Streitkräfte konnten aber in viel ausgeprägterem Maße vorhandene Strukturen, Personal und Selbstverständnis in ihre Nachfolgeorganisation hinüberretten und das gesellschaftliche Leben in ihrem Sinne entsprechend beeinflussen. Die Beziehungen zueinander waren vielschichtig und die längste Zeit alles andere als spannungsfrei. Obwohl das katholische Zentrum die Landesverteidigung vorbehaltlos bejahte, stieß es im politischen Tagesgeschäft bei den in protestantischen Traditionen erzogenen militärischen Eliten nicht immer auf die gewünschte Gegenliebe. Erst gegen Ende des Jahrzehnts gestaltete sich die Zusammenarbeit zusehens intensiver und konstruktiver, bis hin zur offenen Unterstützung in den Präsidialkabinetten.
Aus dem Inhalt: Zentrum und Wehrwesen bis zur Weimarer Republik - Kapp-Putsch - Ruhrkampf - Paramilitärische Organisationen - Wehrexperten - Reichswehrminister - Ersatzwesen der Reichswehr - Haushaltsfragen - Beziehungen zur Roten Armee - Traditionspflege - Reichswehrseelsorge - Phöbus-Affaire - Panzerkreuzerfrage - Die Ära Brüning.