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Zeitstrukturen in Richard Wagners 'Ring'-Tetralogie

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Bernhard Benz

Diese Studie deutet Richard Wagners 'Ring'-Tetralogie im Blick auf das Zeitproblem. Als dessen Reflex wird die Konzeption des musikalischen Dramas zu begreifen gesucht. Und zwar zum einen aus dem philosophischen Umfeld, in welchem Wagner sich bewegte - Schopenhauer und Nietzsche; dann aus Wagners ästhetischer Theorie selbst, in welcher die philosophischen Implikationen auf ihre musikalisch-szenische Verifizierbarkeit hin umgedacht werden. Schließlich wird gezeigt, wie diese theoretischen Antizipationen in der Praxis des Musikdramas aufgegangen sind. Die Zeit, als 'Hauptperson' der 'Ring'-Tragödie, wird im Spannungsfeld ihrer mythischen, dramatischen und kompositorischen Bewältigung dargestellt.
Aus dem Inhalt: Wagners ästhetische Theorie als Zeittheorie - 'Unendlichkeit' als Kompositionsidee - Mythischer Regreß und dramatischer Prozeß - Zeitaspekte des Leitmotivs - Die 'unendliche Melodie' als 'bestimmte Form' der 'unendlichen' Zeit - Analysen.