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Au Lecteur

Studien zu den französischen Romanvorworten des 17. Jahrhunderts

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Antje Meissner

Die Arbeit untersucht die Vorworte von französischen Romanen des 17. Jahrhunderts anhand etwa 60 ausgewählter Vorworttexte. Die Selbstrechtfertigungen der Romanautoren in ihren préfaces machen Gebrauch von Motiven einer Theorie des Romans. Die Romanciers orientieren sich an hohen Gattungen und befassen sich mit den zentralen Themen der Romantheorie, dem der Fiktionalität und dem des sittlichen Wertes des Dargestellten. Romanpoetologische Aussagen aus diesen Vorworten treten wieder auf in Pierre Daniel Huets Romantheorie von 1670. Diese nimmt also frühere romantheoretische Ansätze aus Romanvorworten auf; ihre Neuerung besteht in der Systematisierung, nicht in den romanpoetologischen Ansätzen selbst. Huets De l'origine des romans faßt insofern zusammen, was in den Romanvorworten bereits diskutiert und formuliert wurde.
Aus dem Inhalt: Untersuchungen des Gebrauchs und der Bedeutung der Begriffe vraisemblance, imitation de la nature, moralité und bienséance - Betrachtung autoreflexiver Momente in den Vorworten.