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Aufbruch der Gesellschaft im verordneten Staat

Rußland in der Spätphase des Zarenreiches

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Heiko Haumann and Stefan Plaggenborg

Der scheinbar übermächtige zaristische Staat, der alles verordnen und keine Selbstorganisation und Initiative von unten zulassen wollte, stieß auf eine zunehmende gesellschaftliche Vielschichtigkeit in den Strukturen wie in den Lebenswelten der Menschen, für die die überkommene Ordnung nicht mehr angemessen war. Die Autorinnen und Autoren des Bandes stellen den Aufbruch gesellschaftlicher Kräfte in Beziehung zur Antwort des Staates, zur Leistungs- und Entwicklungsfähigkeit des Systems. Anhand von Einzelproblemen werden so die Aussichten des Zarenreiches vor der Revolution von 1917 betrachtet.
Aus dem Inhalt: Minderheiten und Staat: Kaukasus; Ost-Karelien; Juden (im Vergleich mit Galizien, bei der Organisation von Selbsthilfe und als politische Interessenvertretung) - Gesellschaftliche Wandlungen und staatliche Bewährungsproben: Bauernwelt; Alltag von Industriearbeitern; Sozialgesetzgebung; Politische Prozesse und Juristische Gesellschaften; Nüchternheitskampagnen; Krise der Intelligenz; Alternativen 1916/17.