Show Less
Restricted access

Streit um die Lutherbibel

Sprachwissenschaftliche Untersuchungen zur neuhochdeutschen Standardisierung (Schwerpunkt Graphematik) anhand Wittenberger und Frankfurter Drucke

Series:

Klaus Meiss

Im 16. Jahrhundert entbrannte eine Streitschriftenkontroverse zwischen Christoph Walther (dem Korrektor der Wittenberger Offizin Lufft) und dem Frankfurter Verleger Sigmund Feyerabend. Es ging um die Verbindlichkeit der auf Luther zurückgehenden Graphematik, Lexik und Ausstattung (Illustrationen, Beigaben) der Bibeln. Die Untersuchung ordnet die Kontroverse in die Entwicklung von Buchdruck und Verlag (einschließlich Buchhandel) im Zusammenhang mit der Reformation ein und referiert den Streit anhand der Quellen. Die Auseinandersetzung beleuchtet die Entwicklung des Sprachausgleichs zum Neuhochdeutschen hin. Graphematische Unterschiede in den Wittenberger und Frankfurter Bibeln werden analysiert und ausgewertet.
Aus dem Inhalt: Sprachausgleich im Frühneuhochdeutschen - Buch- und Bibeldruck im 16. Jahrhundert - Streitschriftenkontroverse zwischen Wittenberger und Frankfurter Bibeldruckern und Verlegern (Christoph Walther und Sigmund Feyerabend) - Graphematik Frankfurter und Wittenberger Lutherbibeln zwischen 1545 und 1572.