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Die Metapher als Wertsetzung

Novalis, Ezechiel, Beckett

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Ralph Bisschops

Vergleichen ist Bewerten. Aus diesem Grunde leisten Metaphern oft den Ausdruck oder die Vermittlung einer Wertvorstellung. Solches vermögen sie jedoch nur dann, wenn sie auf ein Emblem oder einen Mythos zurückverweisen, in dem sich eine Wertsetzung niedergeschlagen hat. Aus diesem Grund entwickelt der Autor ein diachronisches Verfahren in der Metaphernanalyse. Am Leitfaden frappanter Beispiele (Malcolm Lowry, Blaise Pascal, Baudelaire, u.a.) zeigt er auf, wie sehr es sich für die Interpretation einer Metapher lohnen kann, jeweils nach ihren Präzedenzfällen zu fragen. In drei eingehenden Fallstudien (Novalis, Ezechiel, Samuel Beckett) illustriert der Autor, wie sich am Leitfaden einer solchen Metaphernanalyse bislang ungeahnte existentielle, ethische und psychosoziale Aspekte eines œuvres erhellen lassen.
Aus dem Inhalt: Können wir noch neue Metaphern bilden? - Metapher, Emblem und Mythos - Kritische Auseinandersetzung mit den Thesen von Mary Hesse, Jean Cohen, Michel Le Guern, Albert Henry, Chaïm Perelman und Paul Ricoeur - Kritik des Prinzips der wiederherzustellenden Sinnkonstanz - Der Referent der Metapher - Welche Rolle spielen Ähnlichkeit und Analogie? - Deutungsvorschläge zu Metaphern von Malcolm Lowry, Blaise Pascal, Charles Baudelaire, Plotin, Titus Livius, Helga Schubert u.a. - Vier eingehende Fallstudien zur Edelsteinmetaphorik (Buddhismus, Novalis) und zur Gewandesmetaphorik (Ezechiel, Samuel Beckett).