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Das Pikareske in der rumänischen Prosa des 20. Jahrhunderts

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Anke Pfeifer

Warum greifen moderne rumänische Schriftsteller nach einer jahrhundertealten spanischen Prosatradition? Die literarhistorisch angelegte Arbeit fragt nach der Dialektik von Permanenz und Veränderlichkeit, von Allgemeingültigkeit und Spezifik des pikaresken Modells in der rumänischen Prosa des 20. Jahrhunderts. An drei Beispielen erfolgt unter historisch-funktionalem Aspekt eine Analyse der Beziehungen Autor - Werk, pikareskes Werk und seine literarische Reihe sowie Autor - Leser. Das Ergebnis zeigt eine Vielfalt funktionaler Potenzen des Pikaresken: von qualitativ neuen, konstruktiven Fortsetzungen der pikaresken Tradition bis zu ihrer parodistischen Selbstzerstörung; überdies ergeben sich dadurch neue Erkenntnisse bezüglich der Wertigkeit jener Werke im nationalliterarischen Prozeß.
Aus dem Inhalt: Zur Pikareske-Forschung - Ein balkanischer Pikaro. Kyra Kyralina von Panait Istrati - Das pikareske Modell im Dienste einer neuen Literatur. Der Barfuß-Zyklus von Zaharia Stancu - Eine Parodie auf das Pikareske. Manualul întîmplarilor von Stefan Agopian.