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'Subjektiver Roman'

Studien zum Verhältnis von fiktionalen Subjektivitäts- und Wirklichkeitskonzeptionen in England vom 18. Jahrhundert bis zum Modernismus

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Bettina Gessner-Utsch

Die dieser Arbeit zugrundeliegende Arbeitskategorie des 'subjektiven Romans' basiert auf einer Klassifizierung von Romanen in Abhängigkeit von der sie prägenden Gestaltung der Subjektivitäts-Wirklichkeits-Interdependenzrelation. Unter dieser Perspektive kristallisiert sich ein Romanspektrum heraus, an dessen Endpunkten zum einen ein Romantyp zu situieren ist, in dem Subjektivität als Vehikel zur Thematisierung einer für alle gleichermaßen gültigen, also 'objektiven' Wirklichkeit fungiert; zum anderen aber ist dies eine Romankategorie - der 'subjektive Roman' -, in dem Subjektivität in ihren Strukturen und als wirklichkeitskonstituierende Instanz selbst zum Thema wird. Um den letzteren Romantyp geht es in der vorliegenden Studie: bekannte englische Romane aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert erschließen sich unter der Perspektive der Relevanz und Funktion von Subjektivität einer neuen Lektüre.
Aus dem Inhalt: Sternes Tristram Shandy: Subjektivität als Thema - Der viktorianische Kompromiß: George Eliot - Zwischen Viktorianismus und Moderne: Conrads Lord Jim - Joyces Ulysses: Ein Spektrum verschiedener Wirklichkeitskonstitutionsweisen - Woolf: Entwicklung komplexer Konzeptionen.