Show Less
Restricted access

Militant Tendency

Trotzkismus in der Labour Party

Series:

Jens-Peter Steffen

In den achtziger Jahren wiesen die Gegner der britischen Labour Party beständig auf die trotzkistischen Maulwürfe in ihren Reihen hin, um die Partei als regierungsunfähig zu kennzeichnen. Dies galt der Militant Tendency, deren Mitglieder den Weg des Entrismus in Partei und Gewerkschaften beschritten. Ihr Versuch, im organisatorischen Rahmen des Labourismus eine revolutionäre Kaderorganisation aufzubauen, führte zu politischen Erfolgen bei den Jungsozialisten, einigen Gewerkschaften und in der Lokalpolitik Liverpools. Anfang der neunziger Jahre beendete die Mehrheit der Tendenz aufgrund sich verdichtender Widerstände in der Partei den Entrismus.
Auf der Grundlage vieler Interviews und erstmals zugänglicher Dokumente werden die organisatorischen, strategischen und programmatischen Entwicklungen der Tendenz nachgezeichnet. Die Veranschaulichung politisch-praktischer Ableitungen vor dem Bezugsrahmen wichtiger ideologischer Dispositionen des Trotzkismus und des Labourismus ergründen nicht nur Erfolg und Mißerfolg dieser Organisation, sondern dokumentieren auch einen spezifischen Aspekt der britischen Arbeiterbewegung.
Aus dem Inhalt: Geschichte des britischen Trotzkismus - Genese der Tendenz - Doktrin der Tendenz: Marxismusrezeption, Weltprozeß seit 1945, Entrismus als Taktik oder Strategie, Programm - Organisation und Tätigkeitsfelder: Internationalismus, Jungsozialisten, Gewerkschaften, Liverpool.