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Das Leben gerät aus dem Gleis

E.T.A. Hoffmann im Kontext karnevalesker Überlieferungen

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Elena Nährlich-Slatewa

Hoffmanns Werk, um mit Bachtin zu reden, geht mit seinen Wurzeln in die alten europäischen Traditionen der karnevalisierten Literatur, in die vielgestaltigen Genres und Formen der volkstümlichen, rituellen Schauspiele mit ihrer drastischen Phantastik und ihrer possenhaft-grotesken Körpersprache. Aus der Verwurzelung in den Tiefenschichten europäischer Kultur schöpft der Autor Hoffmann die Formensprache für das Ausdrücken seiner Erfahrungen mit der neuen Epoche. Daraus erwächst jenes intensive Weiterleben und Weiterwirken E.T.A. Hoffmanns in den europäischen Literaturen des 19. und 20. Jahrhunderts, das ihn in doppeltem Sinne zu einem europäischen Autor macht.
Aus dem Inhalt: Die Abenteuer der romantischen Kunstidee in der Silvester-Nacht - Karnevalsriten zwischen Weihnachten und Epiphanias - Doppelgänger- und Spiegelbild-Motiv - Der Murr-Kreisler-Roman und die Formensprache der Commedia dell'arte - Menippeische Satire, Dialogik, das Lachen von Parodie und Travestie als Bejahung des Lebendigen.