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Das Hörspiel in der DDR

Themen und Tendenzen

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Sibylle Bolik

Die westdeutsche Literatur- und Medienwissenschaft hat sich gegenüber Hörspielen aus der DDR bisher reserviert verhalten. Wie kaum eine andere Gattung der DDR-Literatur stand die Funkdramatik im Ruf der Ideologieträchtigkeit. Unter Berücksichtigung kulturpolitischer und medialer Bedingungen nimmt die vorliegende Studie eine kritische Bestandsaufnahme der Hörspielarbeit in Ostdeutschland vor. Stationen der Gattungstheorie, Genre- und Strukturmerkmale werden in historischer Entwicklung dargestellt, publizistische und ästhetische Probleme anhand von Beispielanalysen erörtert. Der Standort der Kunstform Hörspiel im Staatsrundfunk der DDR wird charakterisiert als prekäre Balance zwischen Anpassung und Widerspruch.
Aus dem Inhalt: Hörspielarbeit in der Sowjetischen Besatzungszone - Ideologisierung und Krise - Stationen der Hörspieltheorie - Funkdramatik zwischen Didaktik, Sozialtherapie und Sozialanalyse - Historische Hörspiele - Märchen, Mythen und Parabeln.