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Lebenspathos und Décadence um 1900

Studien zur Dialektik der Décadence und der Lebensphilosophie am Beispiel Eduard von Keyserlings und Georg Simmels

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Angela Sendlinger

Die Jahrhundertwende ist gekennzeichnet durch ein dialektisches Zeitgefühl, das einerseits Endzeitstimmung und Untergangshaltung, andererseits einen rauschhaften Aufbruchsgeist hervorbringt. Als wesentliche Kristallisationspunkte dieser Dialektik ergeben sich Décadence und Lebenspathos. Beide Tendenzen werden in ihrer Erscheinung und Tradition aufgezeigt. Von besonderer Bedeutung ist dabei, daß Décadence und Lebenspathos nicht als Gegensätze, sondern in ihrer engen Verbindung dargestellt werden. Als gemeinsamer Nenner erscheint das «Leben» als Zentralbegriff der Epoche. Der Lebensbegriff um 1900 wird daher in seinem Verständnis vor dem Hintergrund der Lebensphilosophie erläutert und in einem interdisziplinären Verfahren in seiner Bedeutung nachgewiesen. Am Beispiel Eduard von Keyserlings (1855-1918) als Literat der Décadence und Georg Simmels (1858-1918) als Lebensphilosoph wird die enge Verbindung von Lebensphilosophie und Décadence verdeutlicht und die gemeinsame Orientierung am «Leben» dargelegt.
Aus dem Inhalt: Tradition der Lebensphilosophie und der Décadence in Deutschland - Lebensbewegung und Décadence um 1900 - Dialektik des Lebens bei Georg Simmel - Jugendstil als Stil des «Lebens» - Lebenspathos und Décadence bei Eduard von Keyserling.